Und wieder fühlt sich wer auf den Schlips getreten
hilsk, Mittwoch, 1. Oktober 2008, 23:29
Ich habe heute eine Abmahnung zugestellt bekommen. Fristsetzung 5 Tage. Heute ist Mittwoch am Freitag ist Feiertag und Montag läuft die Frist ab. Das nenne ich einfach krass.

Doch nun zum Fall: Wir, d.h. meine Firma haben eine Software im Einsatz die derzeit mehrfach am Tag und das bei jedem Benutzer aussteigt. Der Support sieht sich außer Stande die Fehler zu beheben. Wir haben einen Wartungsvertrag dem die Firma nicht nachkommt. Ich habe deshalb etwas recherchiert und bin über folgenden Blog gestolpert. http://staffitpro.blogspot.com Ich konnte es mir nicht verkneifen meine Meinung zu der Software zu veröffentlichen.

Seit heute bin ich nun aufgefordert, meinen Eintrag zu entfernen. Das Ganze ist bis jetzt eigentlich ein toter Blog. Dennoch sind da Leute der Meinung, dass dies zum Streiten wert ist und meinen auch noch das 50.000,-- EUR ein gerechtfertigter Streitwert darstellen.

Ich sehe die Sache erst einmal locker, mein Anwalt will auch leben und bin mal gespannt was weiter passiert.

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netzgaertner, 2. Okt, 12:43
Nachfrage @ hilsk

Gehe ich richtig in der Annahme, daß Du deinen strittigen Kommentar im Blog des von dir kritisierten Unternehmens eingestellt hast?

Es war ein Google Blog, initiiert von den Inhaber der Firma.
Spielt das Deiner Meinung nach eine Rolle?
Inzwischen wurde der Blog entfernt und eine einstweilige Verfügung soll auch unterwegs sein.

Das sollte wohl schon eine Rolle spielen.
Eine Einstweilige Verfügung, den von dir getätigten Eintrag zu löschen, halte ich für blödsinnig. Der Bloginhaber kann das doch viel leichter und schneller . . . und vermutlich hättest Du den ja sogar selbst um eine solche Löschung bitten müssen oder hattest Du noch die Zugriffsrechte auf deinen Kommentar?

Also, mal so unter uns Pastorentöchtern: Ich halte das ganze für 'ne Ente oder für einen Rohrkrepierer. ;-)

Ja Du hast recht, ich sollte nach deren Auffassung die Kommentare selbst löschen. Zwischenzeitlich haben sie es selbst getan.
Mit der angedrohten Einstweiligen Verfügung, wollen die Herrschaften erreichen, dass ich nicht mehr öffentlich über die doch reichlichen Fehler der Software schreibe.

Inzwischen sind 14 Tage vergangen und deshalb könnte es tatsächlich sein, dass es sich um eine Ente handelt.

Ich habe mir natürlich Hilfe von einem Anwalt geholt, auch er ist der Meinung, dass die Ausführungen der Gegenseite nicht haltbar sind.

Nur so wie es auschaut, bleibe ich auf meinen Anwaltskosten und auch auf der fehlerhaften Software sitzen.

Der Wartungsvertrag wurde uns aus wichtigem Grund ohne Angaben von Gründen gekündigt. Wahrscheinlich wegen den Veröffentlichungen. Die vorausbezahlte Leistung bislang einbehalten.

Auf Wandlung kann ich nicht klagen, da wir die Software benötigen. Bleibt nur die Klage auf Mängelbeseitigung und das wiederunm kann dauern und wird teuer. Deshalb suche ich nach einem Weg wie ich öffentlich über die Fehler sprechen kann, weil ich hoffe, dass dadurch der nötige Antrieb zur Fehlerkorretur kommt. Das ganze natürlich Abmahnungsfest.
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